Dienstag, 4. Dezember 2012

Männer in die Kitas


Von „pädagogischer Avantgarde“ ist die Rede wenn es um männliche Erzieher geht, die derzeit schon in den Kitas beschäftigt sind. Mehr als eine Vorhut ist es noch immer nicht, dabei wurde der Beruf schon Ende der siebziger Jahre für Männer geöffnet. Doch auch heute – mehr als dreißig Jahre später – sind Männer nur spärlich in diesem Beruf anzutreffen. „Von den Eltern begrüßt“, wie Christina Schröder meinte, sind sie in vielen Kindergärten noch lange nicht. Eher misstrauisch beäugt. Denn was sind das für Männer, die da so vertraut mit ihren doch recht kleinen Kindern auf dem Spielteppich herumkugeln? Der Begriff „pädophil“ wird nicht immer offen in die Diskussion eingebracht und doch ist er unterschwellig zu spüren.

Die Familienministerin will die Erzieher-Quote auf 20 Prozent anheben. Gerade in Kitas, die im städtischen Raum mit vielen Alleinerziehenden liegen, sind männliche Bezugspersonen natürlich eine Bereicherung. Außerdem gibt es männliche Grundschullehrer, die ja auch mit noch kleineren Kindern zu tun haben. Natürlich gibt es schwarze Schafe, doch die sind auch in Sportvereinen, oder als ehrenamtlich Tätige zu finden. Wer mit Kindern arbeitet, ist deshalb weder ein „Weichei“, noch von vornherein „pädophil“.

Mehr Männer in Kitas...

Außerdem ist das Tätigkeitsfeld eines Erziehers, egal ob männlich, oder weiblich sehr umfangreich und breit gefächert. Die Aufgaben reichen von der Behindertenarbeit, über die sehr fordernde Tätigkeit mit verhaltensauffälligen Jugendlichen bis hin zur gemeindlichen Jugendarbeit und natürlich nicht zuletzt gibt es den großen Bereich in Kindergärten und jetzt auch in Kinderkrippen.
Ein Mann, der den Erzieherberuf ausübt, kann sich auch in anderen Bereichen engagieren, er ist keineswegs auf einen Kindergarten festgelegt.

Doch mich würde interessieren, wie Eltern die Beteiligung von Männern in den Kitas sehen. Würden Sie den Einsatz eines Mannes befürworten? Oder sind Sie dagegen? Ich bin sehr gespannt auf Ihre Meinung!

Kommentare:

  1. Tja, das ist wirklich eine interessante Diskussion. Leider eine, die zu sehr hochgekocht wird, wie mittlerweile oft, bei Genderthemen. Meine bescheidene Meinung dazu:

    - Männer in Kindergärten sind auf jeden Fall zu begrüßen.
    - Die Forderung Jungs bräuchten "echte Männer" als Vorbilder geht für mich aber in die falsche Richtung. Stattdessen sollte geschlechtsneutrale Erziehung gefördert werden.
    - Männer in Kindergärten als Weichei, oder - noch viel schlimmer - als pädophil darzustellen geht mal überhaupt nicht.

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  2. Ich würde es großartig finden wenn mehr Männer diesen Beruf ausüben würden!

    Männer können ganz wundervolle Väter sein und ihre Kinder super erziehen. Warum sollten nicht auch mehr Männer beruflich Kinder im KiGa erziehen und begleiten? Für Kinder kann es nur eine Bereicherung sein da Männer einfach auch anders sind als Frauen. In der Familie ist es auch schön wenn das Kind einen Vater hat und wenn Mann und Frau sich ergänzen. Im KiGa ist es sicherlich nicht anders.

    Diese pädophilen Hysterie finde ich völlig übertreiben und nervig und für die Männer vor allem auch beleidigend!!!!!!!!

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