Dienstag, 18. Juni 2013

Kein Abitur – was nun?

Jetzt beginnt der Endspurt in den Schulen und gar mancher weiß schon, dass er das Vorrücken in die nächste Klasse nicht schaffen wird. Nicht so schlimm, könnte man denken. Was ist aber, wenn jemand ganz die Schule verlassen muss, oder auch will.

Welche Chancen gibt es ohne Abitur? 

Was ist, wenn das eigene Kind ohne Abitur von der Schule geht? Wenn es „nur“ Mittlere Reife hat, oder sogar „nur“ Hauptschulabschluss?
Zum Trost für alle Eltern: Es geht weiter. Ja und das heißt keineswegs: Irgendwie… Ihr Kind hat noch immer alle Möglichkeiten.

Studium ohne Abitur

Es gibt nämlich seit vier Jahren die Chance, nach einer anerkannten beruflichen Aus-, oder Fortbildung, ein Studium an einer Hochschule aufzunehmen. Voraussetzung ist eine berufliche Ausbildung. Darauf kann Ihr Kind aufbauen und seinen Meister, den IHK-Fachwirt o. ä. erwerben. Der genaue Zugang an die jeweilige Hochschule ist individuell nach Bundesländern unterschiedlich. Es gibt sogar die Möglichkeit in Teilzeit, oder berufsbegleitend zu studieren. Manche Angebote sind auf Wochenenden, oder Abendtermine ausgelegt. Doch auch Fernhochschulen bieten Studiengänge an, die in Betracht gezogen werden können.
Wer sich für solche Möglichkeiten interessiert, findet weitergehende Informationen auf folgenden Seiten:

Wenn Ihr Kind den gewünschten Schulabschluss nicht schafft, sollten Sie als Eltern nicht nervös werden. Wichtig ist es, dass Sie Ihrem Kind Verständnis entgegenbringen und es in dieser Situation unterstützen. Vielleicht hat sich Ihr Kind fahrlässig der Chance beraubt, das Gymnasium zu Ende zu machen, aber ganz sicherlich nicht mit Absicht. Deshalb braucht Ihr Sohn, oder Ihre Tochter jetzt seine Eltern. Setzen Sie sich mit Ihrem Kind zusammen und überlegen Sie welche Berufswahl in Frage kommt und woran Ihr Kind Spaß haben könnte. Wenn Sie wissen, dass Ihrem Kind auch mit einer gescheiterten Schulkarriere noch alle Wege offen stehen, können Sie leichter damit umgehen. Auch Ihrem Kind wird es leichter fallen, wenn es weiß, dass nichts verloren ist. Lassen Sie sich Zeit. Sie müssen nichts übers Knie brechen. Überlegen Sie in Ruhe, welcher Weg jetzt für Ihr Kind richtig ist.

Kommentare:

  1. Vielen fällt auch das Fachabitur leichter. Daher würde ich einem Kind vorschlagen den Weg in Erwägung zu ziehen. Hier kann das Kind im einjährigen Praktikum + Schule (im ersten Jahr) schon mal Berufsluft schnuppern und bekommt evtl. sogar ein bisschen Praktikumsgehalt.

    Meiner Cousine, die gerade ihr Studium abbricht habe ich empfohlen sich mal ein Jahr Auszeit zu nehmen und evtl. eine Rucksacktour zu machen oder ein freiwilliges soziales Jahr. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie schwer es war einen beruflichen Weg zu finden. Bei manchen dauert es länger und dann ist es schön, wenn man auch mal erlaubt bekommt die Entscheidung nicht sofort zu treffen und die Eltern nicht sofort die ganze Zukunft vom Kind den Bach runter laufen sieht ;-)

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  2. Die berufliche Entscheidung ist eine der schwersten überhaupt. Das allein ist schon schlimm genug, aber leider steht sie auch noch zu einer Zeit an, in der sich ein Heranwachsender völlig im Umbruch befindet. Umso notwendiger ist es, dass sich im Umfeld des Jugendlichen Erwachsene finden, (Eltern und Lehrer), die sich mit der beruflichen Zukunft des Kindes auseinandersetzen und ihm dabei Hilfestellung und Halt geben. Kritik ist dabei der falsche Weg. Das mit der Auszeit kann im Einzelfall durchaus hilfreich sein. :-)

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